Aus dem Leitblick Blog:
Laura Sophie Meinekat 5. September 2013
Kategorien: MarketingTrends

In-Stream Buying: Der „wahre“ Social Commerce?

Die Kommerzialisierung von Social Media Plattformen, allen voran Facebook, ist in vollem Gange. Bereits 2011 machten einige Unternehmen einen ersten Schritt in Richtung Facebook Commerce, jedoch wurde meist lediglich das Produktportfolio innerhalb einer App präsentiert – die eigentliche Transaktion erfolgte dann klassisch, auf der eigenen Website. Somit war das Ganze eher Social Advertising als wirklicher Social oder Facebook Commerce.

Von Social Advertising zu Social Commerce

Heute wickeln bereits viele Fanpages den kompletten Kaufprozess innerhalb einer App ab, sehr erfolgreich sind hierbei die Musiker Lady Gaga und Justin Bieber, welche schon früh das Potenzial des Social Commerce für sich entdeckt haben. Mit jeweils fast 60.000.000 Fans wird eine attraktive Zielgruppe angesprochen. Zum einen natürlich durch die Quantität der Anhänger, zum anderen werden – wie der Name bereits indiziert – (wahre) Fans adressiert.  Somit kann mit der zusätzlich gebotenen Option ein attraktiver Pool potentieller Kunden auf eine einfache Art und Weise zum Kauf animiert werden.

In-Stream Buying = Social Commerce der Zukunft?

An diesem Punkt kommen  Anbieter wie Chirpify ins Spiel, die den Social Commerce noch weiter vereinfachen und für die breite Masse zugänglich machen wollen. Die Idee hierfür ist das sogenannte „In-Stream Buying“. Vertriebskanäle sind hierbei natürlich die gängigen Social Media Plattformen, vereinfacht wird der Kaufprozess an sich: wird auf Facebook beispielsweise „buy“ in das Kommentarfeld eines Partners eingegeben oder ein spezielles #Hashtag verwendet, so ist dies bereits die finale Kaufentscheidung. Voraussetzung  ist ein bestehender Chirpify Account, dieser muss wiederum mit PayPal verknüpft sein. Zurzeit sind die Dienste auf Facebook, Twitter und instagram umseztbar, prominente Verwender sind beispielsweise die adidas AG und deren Konkurrent, die Puma SE.

In-Stream Buying Beispiel der Adidas AG. Die Produkte können als Foto präsentiert und von den Fans via Kommentar gekauft werden.

In-Stream Buying Beispiel der Adidas AG. Die Produkte können als Foto präsentiert und von den Fans via Kommentar gekauft werden.

 

Risiken und Nebenwirkungen

Wie bei allem muss auch hier das Angebot stimmen: ist der Reiz der gebotenen Produkte zu gering, so werden sie auch nicht per In-Stream Funktion gekauft, sei es noch so einfach. Ein gewisses Maß an Exklusivität kann diesen Vertriebsweg ebenfalls weiter ankurbeln. Eine Negativwelle könnte von Seiten der Verbraucherschützer drohen, welche kritisieren könnten, dass der Kunde vor der Kaufentscheidung z.B. nicht über die AGB und vergleichbare Inhalte informiert wird. Die rechtliche Grundlage und Argumentation von Anbietern wie Chirpify zu solchen Themen ist nicht bekannt. Laut CeBIT Blog sei Social Commerce allgemein für Produkte bis 40,-€ geeignet. Für intangible, hochpreisige Produkte, beispielsweise eine Reise, käme es demnach nicht in Frage.

Fazit

In-Stream Buying ist definitiv eine spannende Entwicklung, die wir weiter verfolgen werden. Wir werden euch auch an dieser Stelle informieren, sobald wir ein solches Projekt mit einem unserer Kunden umgesetzt haben.

 

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