Aus dem Leitblick Blog:
Benjamin Bellardita 29. Oktober 2012
Kategorien: MarketingTechnikTrends

Social Hub – Social Media Kanäle in die Web-Site integrieren

Die Zeit der Webseiten, wie wir sie heute kennen und nutzen ist vielleicht schon bald abgelaufen. Während die Webpräsenzen langsam alle auf die Ansätze des Web 2.0 umgestellt wurden, kündigt sich am Horizont eine Weiterentwicklung der Web 2.0-Einbindung an – der Social Hub.

Bevor wir jedoch auf die nächste Station des Internets eingehen, sollten wir uns den IST-Zustand und den Weg dort hin anschauen. Das heutige World Wide Web wird gerne salopp als Web 2.0 bezeichnet. Dieses viel diskutierte Schlagwort beschreibt die Verwandlung des Internet-Nutzers vom reinen Konsumenten zum Prosumenten (Produzent und Konsument).

Von der Internet-Zeitung zum dynamischen Medium

Aber wie kann man denn gleichzeitig Produzent und Konsument sein? Betrachtet man die Anfangszeiten des Internets, könnte man sich das Internet wie eine riesige Zeitung vorstellen. Der Internet-User der ersten Stunde konnte sich lediglich Informationen im Internet besorgen, konnte diese jedoch nicht beeinflussen.

Dies hat sich im Zeitalter des Web 2.0 stark geändert. Aus der statischen „Internet-Zeitung“ wurde ein dynamisches Medium, in das der Nutzer stärker mit eingebunden wurde. So hat sich der klassische Stammtisch in die virtuelle Welt verlagert. Über Kommentar-Funktionen und die Social Media Kanäle wird heute das diskutiert, was früher neben dem kalten Bier auf den Tisch kam.

Neben dem virtuellen Stammtisch, haben die neuen Technologien die Barriere zum eigenen Inhalt im Netz stark minimiert. Mittels Blogs und Baukasten-Systemen, sowie dem Aufkommen der Wikis, ist es heute jedem möglich das Internet frei mitzugestalten.

Vom dynamischen Medium zum Social Hub

Und nun wo das Internet einen Großteil der klassischen Kommunikationswege abgelöst hat, ist die Zeit gekommen, den virtuellen Stammtisch und die eigenen Inhalte noch stärker zu vernetzen.

Hier kommt der Ansatz des „Social Hub“ ins Spiel. Der Social Hub soll wie ein „verteiltes System“ agieren. In der IT ist das Konzept des verteilten Systems schon länger bekannt und bezeichnet einen Zusammenschluss unabhängiger Computer, die für den Anwender wie ein einzelnes System wirken, unter der Oberfläche jedoch aus vielen kleinen verteilten Systemen bestehen. So erreicht es die perfekte Mischung aus einem großem Funktionsumfang und einem hohen Komfort.

Der Social Hub ist somit der Knotenpunkt, an dem alles zusammen kommt und von dem aus alles wieder verteilt wird.

Betrachten wir den Social Hub des Deutschen Olympischen Sportbunds, wird am einfachsten klar, was hinter dem Gedanken des Social Hubs steht. Auf den ersten Blick wirkt es wie eine Flut von Informationen, doch mittels dem intuitiven Filter lässt sich schnell und einfach die Ansicht so anpassen, dass man nur die Informationen erhält, die man braucht.

Der Filter erlaubt der Webseite dabei so individuell zu sein, wie nie zu vor. Man kann nicht nur das Thema (Sportarten) wählen, sondern man kann sich auch entscheiden von wem man Informationen erhalten möchte, ob nun von  den Redakteuren (Athleten) oder von den Lesen (Fans). Selbst das Medium, das die Informationen transportiert, lässt sich vom Leser frei wählen. Dank Youtube, Flickr und Co. kann er selbst entscheiden ob er Bilder, Videos, Kurztexte, Fachbeiträge oder Podcasts bevorzugt, was ihm eine so nie da gewesene Freiheit bietet.

Doch auch in der Wirtschaft ist, der Grundgedanke des vernetzen Systems in vielen Bereichen längst im Einsatz. In der Logistik spricht man vom Hub and Spoke System und im Marketing vom vernetzten Kommunikationsmanagement.

Der Social Hub als letztes Puzzlestück im Web 2.0

Es war also nur noch eine Frage der Zeit, wann dieses Thema auch im Online-Bereich Einzug erhält. Die Menschen, die sich heute im Internet bewegen, sind nicht mehr die „Internet-Zeitungs-Leser“ von 1996. Sie möchten das Internet selbst bewegen und gestalten. Es wird kommuniziert, diskutiert, philosophiert, getwittert, geliked, geposted. Es werden Podcasts erstellt, Videos hochgeladen, Bilderreihen und Fachberichte veröffentlicht.

Der Internet-Nutzer von heute möchte natürlich immer noch Inhalte lesen können, er möchte sie aber auch beeinflussen. Genau in diese Nahtstelle wird der Social Hub in Zukunft mehr und mehr eingesetzt werden.

Benjamin Bellardita bei Google+

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